Enhancing the QUAlity and Transparency Of health Research

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Was läuft heutzutage falsch bei der Gesundheitsberichterstattung?

„Das Berichten über Forschung ist ein genauso wichtiger Teil einer Studie wie ihre Methodik und Analyse“

Die Deklaration von Helsinki erklärt, dass Autoren, Herausgeber und Verleger ethische Verpflichtungen haben, wenn sie Ergebnisse ihrer Forschung veröffentlichen. Sie betont die Vollständigkeit und Richtigkeit der Berichterstattung von Forschung am Menschen. Die Evidenz zeigt jedoch, dass wir uns weit weg von dieser Idealvorstellung befinden:

Verzögerte Publikationen

Studien werden unvollständig berichtet

Studien werden ungenau/falsch berichtet

Das Ergebnis sind unbrauchbare Informationen. Diese Studien können weder reproduziert, noch richtig beurteilt oder als Datensatz zu einem systematischen Review hinzugefügt werden. Die gesammelten Informationen können nicht zur Gesamt-Evidenz beitragen – ganz so, als wäre diese Forschung niemals durchgeführt worden. Die aufgewendeten finanziellen Mittel sind verschwendet, die Beteiligung der Teilnehmer war umsonst. Ohne einen Hinweis auf die Studie könnten Wissenschaftler unwissentlich die gleiche Arbeit wiederholen.

Die Forschung wird dadurch unbrauchbar, ist also schlechter Berichterstattung zu Opfer gefallen.

Berichterstattungsleitlinien: die Lösung für schlechte Berichterstattung

Berichterstattungsleitlinien sind Checklisten, die von Methodikern und Wissenschaftlern entwickelt wurden. Sie beschreiben das minimal benötigte Set an Punkten, um sicherzustellen, dass eine Studie richtig und vollständig berichtet ist, sodass die Ergebnisse genutzt werden können. Obwohl heute über 300 Leitlinien für spezifische Studientypen existieren, werden diese von Wissenschaftlern nur wenig genutzt. Wir vom EQUATOR-Netzwerk glauben daran, dass jeder am Veröffentlichungsprozess von Forschung beteiligte Akteur eine Rolle bei der Förderung der effektiven Nutzung von Berichterstattungsleitlinien spielen kann.

Dieser kurze Artikel im Science Editor erklärt, wie Berichterstattungsleitlinien die Arbeit von Zeitschriften-Editoren unterstützen können.

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*Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung geschlechtsspezifischer Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.